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In den meisten Fällen ist die Ursache des Priapismus unbekannt (idiopathisch). Jedoch können Patienten mit Blutkrankheiten, insbesondere einer Sichelzellenanämie, einen Priapismus entwickeln. Einige Blut-, Stoffwechsel- oder Nervenkrankheiten sowie Medikamente sind mit einem höheren Priapismus-Risiko verbunden. In seltenen Fällen kann ein Priapismus auch bei Kindern mit einer Sichelzellenanämie auftreten.

Es gibt drei Formen von Priapismus:

  • Low-Flow-Priapismus (ischämischer Priapismus) ist die meistverbreitete Form. Dabei fließt das Blut nicht aus dem Penis ab. Ohne sofortige Behandlung kann dies zur Bildung von Narbengewebe und einer dauerhaften Erektionsstörung führen.
  • Intermittierender (stotternder) Priapismus ist eine Form von Low-Flow-Priapismus, die durch wiederkehrende Episoden schmerzhafter, verlängerter Erektionen charakterisiert ist.
  • High-Flow-Priapismus (nicht-ischämischer Priapismus) ist seltener und für gewöhnlich weniger schmerzhaft. Er tritt typischerweise nach einer Verletzung des Penis oder des Areals zwischen dem Hodensack und dem Anus (Perineum) auf. Die Verletzung beeinträchtigt die normale Blutzirkulation im Penis.

Mögliche Ursachen eines Low-Flow-Priapismus

  • Bluterkrankungen (hämatologische Erkrankung)
    • Sichelzellenanämie
    • Thalassämie
  • Infektionen
  • Stoffwechselstörungen
    • Amyloidose
    • Morbus Fabry
    • Gicht
  • Neurogene Störungen
    • Rückenmarkverletzung
    • Schlaganfall
    • Hirntumor
    • Spinalanästhesie
  • Bösartiges Gewebewachstum (Neoplasma), das umliegendes Gewebe infiltriert oder sich auf die Organe ausgebreitet hat
  • Medikamente
    • Drogen, inklusive Alkohol, Marihuana und Kokain
    • Verschreibungspflichtige Medikamente wie Antidepressiva, Blutverdünner und Kalziumkanalblocker (verwendet zur Blutdrucksenkung)
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