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Prostatakrebs

Prostatakrebs

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs ist ein bösartiger Tumor in der Prostata. Es gibt mehrere Stadien von Prostatakrebs. Ihre Behandlung und Erfahrung hängt von den spezifischen Merkmalen des Tumors und der Expertise Ihres Behandlungsteams ab.

Die Kapitel dieser Serie enthalten allgemeine Informationen über Prostatakrebs, Diagnostik und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, was in Ihrer individuellen Situation am besten ist.

Was ist die Prostata?

Die Prostata ist eine Drüse, die im unteren Harntrakt unterhalb der Harnblase sitzt und die Harnröhre umgibt (Abb. 1). Nur Männer haben eine Prostata. Sie produziert einen Teil der Samenflüssigkeit. Die Prostata enthält glatte Muskeln, die den Samen bei der Ejakulation auszutreiben helfen.

Eine gesunde Prostata hat etwa die Größe einer großen Walnuss und ein Volumen von 15-25 Millilitern. Die Prostata wächst mit zunehmendem Alter des Mannes langsam an.

Der medizinische Fachausdruck für eine vergrößerte Prostata lautet Gutartige Prostatavergrößerung (BPE). Lesen Sie mehr über dieser Erkrankung in der Broschüre EAU Patienteninformation zur BPE.

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Abb. 1 Eine gesunde Prostata im unteren Harntrakt.

Die meisten Prostatakrebse entwickeln sich langsam und verursachen keine Symptome. Ein schnell wachsender Prostatakrebs ist weniger üblich. Das Risiko, einen Prostatakrebs zu bekommen, steigt mit zunehmendem Alter. Das durchschnittliche Alter für die Diagnose eines Prostatakrebses ist 69.

Wegen der Fortschritte bei den diagnostischen Instrumenten und der gestiegenen Lebenserwartung werden heute mehr Prostatakrebse entdeckt. Prostata Krebs ist der häufigste Krebs älterer Männer in Europa. Die Überlebensrate bei Prostatakrebs ist in Europa relativ hoch und steigt noch immer.

Erkrankungsstadien

Es gibt verschiedene Stadien des Prostatakrebses. Wenn der Tumor auf die Prostata beschränkt ist und sich nicht ausgebreitet hat, spricht man von einem lokal begrenzten Prostatakrebs. Bei eInem lokal fortgeschrittenen Prostatakrebs ist der Tumor über die Prostata hinausgewachsen in umliegende Gewebe wie die Samenbläschen, den Blasenhals oder Lymphknoten um die Prostata herum. Ärzte sprechen von einer metastasierten Erkrankung, wenn sich der Krebs entweder auf entfernte Lymphknoten oder auf andere Organe ausgebreitet hat.

Risikofaktoren für Prostatakrebs

Es gibt mehrere bekannte Risikofaktoren für Prostatakrebs, wobei das Alter der wichtigste ist. Prostatakrebs kommt selten in Männern unter 40 Jahren vor und entwickelt sich meist bei Männern über 65. Fälle von Prostatakrebs in der Familie können das Risiko erhöhen.

Diese Art von Krebs wird am häufigsten bei Männern afrikanischer Herkunft diagnostiziert und am seltensten bei Asiaten. Was für diese Unterschiede verantwortlich ist, ist noch immer unbekannt. Der Verzehr von Fleisch und Milchprodukten könnte das Risiko von Prostatakrebs steigern, aber dies ist noch immer Gegenstand der Forschung.

Die Rolle von Hormonen beim Zellwachstum des Prostatakrebses

Ein Tumor entwickelt sich, wenn Zellen anfangen, schneller als normal zu wachsen. Das Wachstum der Prostatakrebszellen steht in Verbindung mit den als Androgene bezeichneten männlichen Sexualhormonen. Testosteron ist das wichtigste Androgen. Androgen werden fast ausschließlich in den Hoden produziert.

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