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Die First-Line-Therapie des Low-Flow-Priapismus ist, Blut aus dem Corpus cavernosum zu entnehmen. Nach Betäubung des Penis wird zunächst das Blut abgesaugt. Im Anschluss wird der Penis mit Kochsalzlösung und bei Bedarf mit Medikamenten, sogenannten Alpha-Agonisten, gespült, die in den Schwellkörper injiziert werden. Diese Prozedur hat eine hohe Erfolgsrate und kann beizeiten wiederholt werden.

Second-Line-Therapie bedeutet in der Regel eine Penisoperation. Die Operation sollte notfalls in Erwägung gezogen werden, wenn konservative und First-Line-Therapie versagt haben.

Es gibt zwei Hauptformen von Operationsverfahren bei Low-Flow-Priapismus: Die Penis-Shunt-Operation und die Implantation einer Penisprothese.

Shunt-Operation

Eine Shunt-Operation wird durchgeführt, um den Abfluss des Blutes zu gewährleisten und die Blutzirkulation im Penis wiederherzustellen. Dabei wird eine Verbindung (Shunt) zwischen den Corpora cavernosa und der Eichel des Penis geschaffen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie mehr über die eingesetzten Operationsverfahren erfahren möchten.

Abb. 2: Shunt-operation.
Abb. 2: Shunt-operation.

Implantation einer Penisprothese

Eine Penisprothese kann sofort eingesetzt werden, wenn die Shunt-Operation nicht funktioniert oder wenn ein Low-Flow-Priapismus 48-72 Stunden anhält. Ein anhaltender Low-Flow-Priapismus kann zur Entwicklung faserigen Bindegewebes im Penis führen und einen dauerhaften Schaden verursachen.

Abb. 2: Gebräuchlicher Typ eines aufblasbaren Penis-Implantats.
Abb. 2: Gebräuchlicher Typ eines aufblasbaren Penis-Implantats.
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