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Wenn bei Ihnen ein örtlich (lokal) begrenzter Nierenkrebs entdeckt wurde, kann Ihnen Ihr Arzt verschiedene Behandlungsverfahren empfehlen: eine Nierenteilentfernung (partielle Nephrektomie), die komplette Entfernung der betroffenen Niere (radikale Nephrektomie), eine aktive Überwachung (Active Surveillance), eine Radiofrequenzablation oder eine Kryotherapie.

Jedes dieser Verfahren hat Vor- und Nachteile. Die Auswahl Ihrer Behandlung ist abhängig von Ihrer individuellen Situation.

Diese Seite beschreibt die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten, die Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten.

Dieses sind allgemeine Informationen, die nicht speziell auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind. Bitte denken Sie daran, dass das Therapieangebot in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich sein kann.

Was ist ein lokal begrenzter Nierenkrebs?

Als lokal begrenzter Nierenkrebs wird ein Tumor bezeichnet, der auf die Niere begrenzt ist und sich nicht in andere Bereiche Ihres Körpers ausgebreitet hat. Es kann sich um einen Tumor im Stadium I oder II handeln, abhängig von seiner Größe (Abb. 1 und 2).

Abb. 1: Ein Nierentumor im Stadium I ist maximal sieben Zentimeter groß und auf die Niere beschränkt.
Abb. 1: Ein Nierentumor im Stadium I ist maximal sieben Zentimeter groß und auf die Niere beschränkt.
Abb. 2: Tumoren im Stadium II sind ebenfalls auf die Niere beschränkt, aber größer als sieben Zentimeter.
Abb. 2: Tumoren im Stadium II sind ebenfalls auf die Niere beschränkt, aber größer als sieben Zentimeter.

Behandlungsmöglichkeiten

Die beste Option zur Behandlung eines Nierentumors ist die operative Entfernung des Tumorgewebes.

Ein lokal begrenzter Nierenkrebs kann entweder mit dem betroffenen Teil der Niere (partielle Nephrektomie) oder mit dem kompletten Organ (radikale Nephrektomie) entfernt werden. Beide Verfahren können entweder offen chirurgisch oder minimal-invasiv per Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden. Die laparoskopische Chirurgie kann auch durch einen OP-Roboter unterstützt werden.

Bei einer Nierenteilentfernung wird nur der Tumor mit dem angrenzenden Gewebe entfernt, das gesunde Nierengewebe bleibt dabei möglichst unberührt. Dieses Verfahren ist grundsätzlich vorzuziehen, sofern es im Einzelfall durchführbar ist. Ist es nicht möglich, den gesamten Tumor so zu entfernen, dass ein Teil der Niere intakt bleibt, wird Ihr Arzt zu einer kompletten Entfernung der betroffenen Niere raten. Das bedeutet, dass die Niere, in der sich der Tumor befindet, mitsamt dem umliegenden Gewebe entfernt wird.

Nicht immer ist die Operation die beste Option für Sie, zum Beispiel aus Altersgründen oder wegen Ihres Gesundheitszustands. Ist der Tumor kleiner als vier Zentimeter, kann Ihr Arzt Ihnen auch vorschlagen, ihn zunächst aktiv zu überwachen. Während dieser Zeit wird Ihr Arzt regelmäßige Kontrolltermine vereinbaren, um das Wachstum Ihres Tumors zu beobachten. Setzt der Tumor sein Wachstum fort, kann eine weitere Behandlung notwendig werden. In diesem Fall könnte eine Ablationstherapie eine gute Option sein.

Bei einer Ablation werden die Tumorzellen entweder mit Hitze (Radiofrequenzablation, RFA) oder Kälte (Kryotherapie) zerstört.

Die folgenden Themen sollten Sie mit Ihrem Arzt diskutieren, wenn Sie Ihre Behandlungsstrategie planen:

  • Ihre medizinische Vorgeschichte (Anamnese)
  • Fälle von Nierenkrebs in Ihrer Familie
  • Was zu beachten ist, wenn Sie nur noch eine Niere haben
  • Ob Ihre Nieren normal funktionieren oder ob die Nierenfunktion bereits durch andere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck beeinträchtigt ist
  • Ob eine oder beide Nieren vom Krebs betroffen sind
  • Welche Behandlungsverfahren an Ihrem Krankenhaus angeboten werden
  • Die Erfahrung Ihres Arztes: Fragen Sie Ihren Arzt gezielt nach seiner Erfahrung mit dem empfohlenen Therapieverfahren
  • Ihre persönlichen Präferenzen und Werte
  • Unterstützung während und nach der Therapie
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